Interview PAUL PropTech

Im Gespräch mit Maiko Dufner – Geschäftsführer PAUL GmbH

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PAUL ist der Spezialist für die digitale Transformation der Immobilienwirtschaft. PAUL hat einen Change-Prozess eingeleitet und schafft es, mithilfe von Künstlicher Intelligenz Bestandsgebäude CO2 neutral zu machen und das geringinvestiv und ohne Komfortverlust für die Bewohner. Investoren und Betreiber setzen auf PAUL, um ihre Immobilien zukunfts- und wettbewerbsfähig zu machen. Aktuell betreut PAUL über 80 Unternehmen der Immobilienwirtschaft mit rund 150.000 Wohneinheiten. Im Gespräch mit Maiko haben wir über Klimawandel und Hygienemanagement gesprochen und die Visionen des PropTechs in diesem Bereich. Im April diesen Jahres gewinnt PAUL bei den PropTech Germany Awards und gewinnt sowohl in der Kategorie "Gebäude und Energieeffizienz" als auch den Hauptpreis der PropTech Germany Awards.

Mit PAUL habt ihr eine Lösung geschaffen, die auf eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit reagiert – den Klimawandel. Woher kam die Inspiration für diese Lösungen und geht es dabei nur um Nachhaltigkeit und Nächstenliebe oder ist Green Business auch einfach smart Business?

Wir kommen ja aus der Hygiene, Stichwort Legionellen in der Trinkwasseranlage. Das hat was mit dem Regeln der Temperatur zu tun. Da lag es nahe, auch den Energie- und somit CO2-Effekten nachzugehen. Bei CO2 wie bei Hygiene sind wir natürlich auch als Menschen stark motiviert. Und was kann es Besseres geben, als an etwas zu arbeiten, das echte Probleme von uns allen löst und dann auch noch wirtschaftlich ist?

Die Idee wasserführende Systeme, vor allem Warmwasser, mit Sensoren zu produzieren, ist nicht neu. Wie unterscheidet sich PAUL von Lösungen, die es bereits gibt?

Eben darin, dass Sensoren nicht reichen. Was es braucht, um wirklich Effekte zu erzielen, ist eine Analyse und Verwertung der gemessenen Daten – also Data Analytics. Das macht zunehmend unsere KI. Und das automatische Einleiten von Maßnahmen in Echtzeit und ohne vor Ort zu sein. Das macht unsere Aktorik. Gerade die ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Wie kann man sich die Installation von PAUL in eine Immobilie vorstellen und gibt es bauliche oder technische Voraussetzungen, die gegeben sein müssen?

Nein, solange Heizung und Warmwasserbereitung zentral sind. Weder bei der Trinkwasseranlage noch bei den Heizungsnetzen haben Modell, Baujahr, Größe oder der Energieträger irgendeinen Einfluss. Wir installieren die PAUL Komponenten minimalinvasiv im Keller an den Leitungssträngen. In Wohnungen müssen wir nicht.

Neben der Temperatur ist vor allem beim Thema Trinkwasser die Hygiene des Wassers von großer Bedeutung. Liefert PAUL für Nutzer hier auch zusätzliche Benefits?

Ja natürlich. Wir stehen dafür, die Hygiene im Trinkwasser dauerhaft sicherzustellen. Der automatisierte hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass das Wasser überall stets hygienisch gebotene Temperatur hat und bewegt wird. Das wird auch dokumentiert, sodass immer nachgewiesen ist, dass alle Vorgaben seitens des Immobilieneigentümers erfüllt werden. Und die Bewohner haben sogar noch mehr Komfort nämlich sofort warmes Wasser aus dem Duschkopf. Darüber hinaus agieren wir auch als wertvoller Dienstleister: Wir übernehmen das Hygienemanagement inklusive der Kommunikation mit dem Gesundheitsamt, die Organisation der Beprobung und die Gefährdungsanalyse. Zudem kümmern wir uns um die rechtlichen Themen. Über Nachunternehmer sorgen wir für die Behebung der Mängel.

Auf der Website von PAUL liest man, dass bei PAUL auch Big Data und KI verwendet werden. Wie bringt ihr diese Elemente zusammen?

Die KI ist der eigentliche Kern von PAUL. Sie lernt das Gebäude bezüglich Energieverbrauch und Trinkwassernutzung aus den gemessenen Daten kennen. Daraus entsteht ein Digitaler Zwilling. Und das ermöglicht nicht nur enorme Effizienzgewinne beim Energieverbrauch, sondern auch Fehlerfrüherkennung oder sogar das Erkennen von Leckagen.

Danke für den interessanten Austausch, Maiko!

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