Im Gespraech mit simplifa

Im Gespräch mit Simplifa Geschäftsführer Hubertus von Schierstaedt

Nikolai Roth Allgemein, Interviews Leave a Comment

Im Zuge der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft gewinnt auch das Thema “Smart Building” zunehmend an Relevanz.  Im Gespräch mit Simplifa-Geschäftsführer Hubertus von Schierstaedt erfahre ich, wie das PropTech mit seinem intelligentem Aufzugmanagement erfolgreich zur Entwicklung moderner Gebäude beiträgt.

Simplifa und das digitale Aufzumanagement

Mit Simplifa hast du eine Komplettlösung zur Digitalisierung des Aufzugsmanagements entwickelt – Was hat dich zu dieser Idee inspiriert?Simplifa

Gemeinsam mit meinem Mitgründer Ludwig von Busse, der zuvor bei einer großen Aufzugfirma leitend tätig war, habe ich die Informationsasymmetrie zwischen den Fachfirmen und den Eigentümern als die Hauptursache für die gefühlte Komplexität der Aufzugbewirtschaftung identifiziert. Kein normaler Mensch weiß, ob die Nachrüstung einer UCM gem. DIN EN 81 wichtiger ist als der Ersatz ablegereifer Seile und was das ganze kosten darf! Wir bringen daher unser Know-How in Form von völliger Transparenz zu den Eigentümern oder deren Vetretern und beraten sie unabhängig von den Herstellern, bündeln Kaufkraft und sorgen für Entlastung bei den Mitarbeitern der Hausverwaltungen.  Wir lösen damit akute Probleme in der Aufzugbewirtschaftung und können für eine erhöhte Betriebssicherheit und optimale Kosten sorgen.

Die App für den Aufzug

Eurer Produkt „360 + App & Web“ bietet einen umfassenden Einblick in den Zustand des jeweiligen Aufzugs für alle Beteiligten sowie die Dokumentation aller zugehörigen Daten und der Erstellung einer 360 Grad – Website. Was waren die größten Herausforderungen bei der Entwicklung einer mobilen Lösung für das Aufzugsmanagement?

Mit der Simplifa-App ist das Aufzugsmanagement auch unterwegs problemlos möglich

Mit der Simplifa-App ist das Aufzugsmanagement auch unterwegs problemlos möglich

Die Heterogenität der Aufzugslandschaft unter einen Hut zu bringen ist sicherlich eine Herausforderung gewesen. Das ist uns sehr gut gelungen, ebenso wie die Verknüpfung der erfassten Daten mit unseren IT-Systemen, sodass alle Datenpunkte des Aufzugs, also neben der technischen Vor-Ort-Situation auch Daten aus Verträgen, Rechnungen, oder Live-Daten herzustellen und im Simplifa-Elevator-Twin darzustellen. Das ist in diesem Sinne ein fortlaufender Prozess, die Integration läuft permanent weiter.

Den besten Partner für den Kunden finden

Über Simplifa bringt ihr außerdem Aufzugbetreiber mit den passenden Wartungsfirmen zusammen. Nach welchen Kriterien wählt ihr die passenden Dienstleister für eure Kunden aus?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben Standort und technischen Merkmalen, ist die Nutzungsintensität der Anlage, das Gesamtumfeld und nicht zuletzt die Strategie des Eigentümers entscheidend. Als Beispiel: Der einzige Aufzug in einem Pflegeheim braucht eine 100% Verfügbarkeit und extrem kurze Reaktionszeiten seitens der Servicefirmen, wenn sich eine unvorhergesehene Störung ereignet. Das kann nicht jede Firma gewährleisten. Ein Drei-Etagen Wohnhaus, in dem der Aufzug 5 Mal am Tag fährt, braucht keinen High-End-Vertrag.

Simplifa & Smart Building

Für die diesjährige bautec habt ihr unter dem Motto „Das digitale Gebäude @2020. Upgrade. Now“ unter anderem zusammen mit KIWI eine integrierte Lösung für das smarte Gebäude entwickelt – Welche Erfahrungen habt ihr bei der Erarbeitung einer Komplettlösung für ein digitales Zuhause gemacht?

Mit den Dashboards von simplifa haben Kunden alle Informationen rund um ihre Aufzüge im Blick

Mit den Dashboards von simplifa haben Kunden alle Informationen rund um ihre Aufzüge im Blick

Zunächst einmal hat es sehr viel Spaß gemacht, mit unseren Freunden von KIWI zielorientiert an einem solch starken gemeinsamen Projekt zu arbeiten! Das gilt im Übrigen auch für die anderen Partner, die bei diesem Projekt mit dabei waren. Aus jedem Gewerk waren innovative Vollprofis vertreten, sodass wir gemeinsam, sehr produktiv, pragmatisch und neugierig auf die Herausforderungen eines zu digitalisierenden Bestandsgebäudes hingearbeitet haben. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und es wird auch im Nachgang weiter an einer derartigen Lösung gearbeitet.

Die Zukunft des Aufzugsmanagements

Schauen wir einmal 10 Jahre weiter – Wie wird sich der Bereich Aufzugs- und Zugangsmanagement deiner Ansicht nach entwickeln? Welche Rolle will Simplifa dabei einnehmen?

Simplifa Geschäftsführer Hubertus von Schierstaedt

Simplifa Geschäftsführer Hubertus von Schierstaedt

Der Aufzug als Maschine im Gebäude wird vollständig digital überwacht und mit einer bedarfsgerechten Wartung versehen sein. Sich anbahnende Störungen werden bereits im Vorfeld erkannt und abgestellt. Die Simplifa-Aufzugmonitoring-Plattform liefert dem Kunden alle relevanten Einblicke über sein herstellerübergreifendes Aufzugportfolio, Aufträge und Anfragen werden darüber vergeben und koordiniert. Die unterschiedlichen Servicefirmen können durch den elektronischen Zugang jederzeit ohne Komplikationen das Gebäude betreten und ihre Arbeit verrichten. Dank des Simplifa-Elevator-Twin werden alle Arbeiten zielgerichtet erfüllt und die Verfügbarkeit des Aufzugs ist maximiert, der Aufwand für den Kunden ist minimiert.

Vielen Dank für das interessante Gespräch, Hubertus.

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